Tribal Children Education Sponsorship Programme

Informationen zur Lebenssituation der Stämme:

Obwohl CTRD durch viele Projekte schon zur Verbesserung des Lebensstandards der Stämme beigetragen hat, sind die Probleme der Eingeborenen immer noch allumfassend: Die meisten von ihnen leben weit unter der Armutsgrenze und nur wenige können lesen und schreiben, was ihnen den Zugang zu staatlichen Sozialleistungen erschwert. Außerdem leiden so gut wie alle Stammesgemeinschaften unter einer stetig sinkenden Populationsrate. Trotz harter, körperlicher Arbeit von Frauen und Männern auf Tee-, Kaffee- und Bananenplantagen, haben die meisten Familien kein ausreichendes Einkommen. Darunter leiden vor allen Dingen die Kinder.

Zwar hat CTRD erreicht, dass die Mädchen und Jungen der Stammesgemeinschaften staatliche Schulen in der Umgebung besuchen, doch Materialien wie Arbeitshefte, Stifte, Rucksäcke und eine zusätzliche Uniform zum Wechseln (eine wird jeweils von Staat gestellt) übersteigen das Budget der Familien. Aufgrund der geographischen Isolation der Lebensgemeinschaften, müssen viele Kinder bis zu einer Stunde Fußmarsch zurücklegen, um zur Schule zu gelangen. Für einen derartig langen Weg mangelt es ihnen jedoch am passenden Schuhwerk sowie einem Regenschirm in der Monsunsaison. Dadurch dass die Mädchen und Jungen meistens barfuß laufen müssen, kommt es immer wieder zu Krankheiten und Verletzungen.

Allgemein sind die gesundheitlichen Lebensumstände der Eingebornen und vor allem ihrer Kinder besorgniserregend. Die traditionellen Hütten der Stammesgemeinschaften, die aus Lehm und Stroh erbaut sind, erleiden in der Monsunzeit erhebliche Schäden. Da es an Reparaturmaterialien mangelt, sind sie undicht und schlecht isoliert. In den Hütten, die oft nur über nur ein Schlafzimmer und einen Kochplatz verfügen, leben die Familien - häufig bis zu fünf oder sechs Mitglieder - auf engsten Raum zusammen. Es gibt keine Betten, geschlafen wird auf alten Lumpendecken auf dem Boden. Der Kochplatz besteht meistens nur aus ein paar Töpfen und einer Feuerstelle. Der beim Kochen entstehende Rauch kann schlecht abziehen und bleibt somit in den Hütten. Aufgrund dessen leiden die Eingeborenen nicht selten unter chronischem Husten und Schnupfen sowie anderen Erkrankungen der Lungen- und Atemwege. Da die Ernährung der Eingebornen zu 90% aus Reis besteht, ist sie sehr einseitig. Dies führt zu Unterernährung sowie zu Vitamin- und Eiweißmangel.

Auch im Bereich der Hygiene gibt es weitreichende Probleme, die ernsthafte Infektionen mit sich bringen. Die Dörfer haben keine Duschen, sodass die Bewohner sich mit Brunnenwasser aus Eimern waschen müssen. Hygieneartikel wie Seife und Zahnpasta können sich die meisten nicht leisten. Außerdem gibt es in einem Großteil der Dörfer keine Toiletten und den Eingeborenen bleibt nichts anderes übrig, als ihre Notdurft in den Büschen zu verrichten. Besonders Frauen und Mädchen leiden sehr darunter, da aus Gründen der Sittlichkeit von ihnen erwartet wird, dass sie damit bis zum Sonnenuntergang warten.

Zu den besorgniserregenden gesundheitlichen und hygienischen Lebensbedingungen der Stammesgemeinschaften kommt hinzu, dass entstehende Krankheiten und Infektionen oftmals schlecht oder gar nicht behandelt werden. Da die Eingeborenen geographisch isoliert leben, nicht versichert sind und viele von ihnen der modernen Medizin skeptisch gegenüber stehen, suchen sie keinen Arzt auf.